Mit 1. Juli 2009 wurden nahezu alle Spielhallen in Moskau geschlossen und wurden gezwungen, in die neu geschaffenen Spielzonen umzusiedeln.
Das Gesetz wurde schon lange vorher bekannt gegeben, doch die Glücksspielindustrie glaubte lange Zeit nicht, dass die Regierung so hart und rigoros vorgehen würde.
Der Ärger begann, als mit dem Bann 350.000 und mehr Casinomitarbeiter quasi über Nacht arbeitslos wurden. Dazu kommt noch, dass die Bauarbeiten in den Glücksspielzonen noch nicht abgeschlossen sind, und die Distanz zu diesen sowie die generelle Wirtschaftsflaute Investoren nicht dazu anregen, ihr Geld dort anzulegen.
Etliche Glücksspielprojekte, die in der Unterwelt initiiert wurden, wurden nun von der Regierung in Besitz genommen, weiters untersucht man Internet Cafes, die ihre Kunden in Online Casinos spielen lassen.
Die Restriktionen sind in voller Fahrt, die Casinobetreiber geben jedoch nicht auf. Sie versuchen, ihr Geschäft nach Italien, Deutschland, Serbien, Kroatien und südamerikanische Länder zu verschieben, und dieser Vorgang wurde bereits auf Managementebene in einigen Casinos ins Rollen gebracht.
Serbien, Montenegro und Kroatien sind auch nur drei Flugstunden von Moskau entfernt, eignen sich daher auch gut für den Relaunch der Industrie. Auch andere Visum-freie Länder gelten als Ziele für ein Comeback, und man sieht nun, dass russischen Glücksspielern ihre Taschen woanders geleert werden.